Mainova-Campus und Wohnquartier Solmsstraße, Wettbewerb

Die Mainova-Zentrale wird als kompakter Campus auf dem nordöstlichen Drittel des Geländes neu errichtet. Diese Fläche ist dabei so positioniert, dass der Neubau errichtet und bezogen werden kann, ohne dass dafür die bestehenden Bauten abgerissen werden müssen und ein temporärer Ausweichstandort erforderlich wird. Sie ist abgerückt von der Solmsstraße über einen grünen Quartiersplatz und den östlichen Abschnitt eines Parks erreichbar. Vor deren Haupteingang dient der in einem Wasserbecken an diesen Standort translozierte Hochbehälter als Identifikationsobjekt für das Quartier. Südlich des Parks werden entlang der Solmsstraße zwei U-förmige Blockfragmente mit fünf bis acht Vollgeschossen und ein winkelförmiges Gebäude mit dem Werkswohnungsbau der Mainova, einem Bäckerei-Café, einer Mobilitätsstation und einem Kiosk, angeordnet. Nördlich des Parks stehen zwei nach Süden offene Blockrandbebauungen mit zwischen vier und acht Vollgeschossen, deren nördliche Seite dem Verlauf der Umgehungsstraße folgt. Am westlichen Ende schließt den Park ein viereinhalbgeschossiges Haus mit gastronomischer Nutzung im Erdgeschoss ab.

Die Mainova-Zentrale selbst ist als ein System von drei gegeneinander versetzten Kammstrukturen geplant. Dabei werden die als Zweibund geplanten Kammbauten im Westen wie im Osten durch orthogonal zu ihnen stehende, ebenfalls als Zweibund ausgeführte Gebäudeflügel, die jeweils ein Geschoss niedriger sind, zu einem geschlossenen Karrée ergänzt.

In Erinnerung an die Geschichte des ehemaligen Gaswerksstandorts, aber auch in Anlehnung an das Fassadenmaterial vieler Gebäude in der Umgebung, wird das gesamte Quartier mit einem großen Anteil an Klinkerfassaden gestaltet.

Standort:Solmsstraße, Frankfurt
Auslober:Mainova AG
Beauftragte Leistungen:Lph 1-2
BGF:41.330 m²
Planungszeitraum:Städtebaulicher Realisierungswettbewerb 04-07/2022