Stadtquartier an der rückgebauten B448, Wettbewerb
Städtebaulicher Grundgedanke des Rückbaus der B448 ist der Umbau der räumlich isolierten Schnellstraße in eine Stadtstraße, die auf beiden Seiten von einer städtischen Bebauung flankiert wird. Dabei wird die Straße in drei unterschiedlichen Maßstäben rhythmisiert. Erstens vermeiden insgesamt sieben Grünplätze, zwei davon im Gewerbegebiet, ein monotones Erscheinungsbild, das durch einen gleichförmig linearen Straßenraum entstehen würde. Zweitens rhythmisieren den Straßenraum teilweise offene, teilweise geschlossene Blockfragmente. Drittens wird im Aufriss die Variabilität der Baukörper durch einen rhythmischen Wechsel zwischen drei- und fünfgeschossiger Bebauung erzielt. Die Plätze, bei denen die Bebauungskante um ca. sieben Meter auf jeder Straßenseite zurückspringt, zeigen die Querungsmöglichkeiten an, die die neuen Wegeverbindungen zwischen den Stadtteilen Obertshausen und Hausen erfordern.
Eine besondere städtebauliche Figur erhält die Gathof-Kreuzung durch eine im Grundriss ovale Platzrandbebauung, an deren Form sich die Baumpflanzungen und die Verkehrsanlagen anlehnen.
Da eine Aufstockung des Markts an der Gathofkreuzung aus konstruktiven Gründen nicht möglich ist, wird eine Neubebauung erwogen, die an der Stelle des Footprints des bestehenden Hit-Markts einen Sockelbau vorsieht, auf dem wie bei einem perforierten Blockrand einzelne Geschosswohnungsbauten mit vier Stockwerken aufsitzen. Auf dem östlich benachbarten ehemaligen Parkplatz ist ebenfalls ein Sockelbau mit Geschosswohnungsbauten in Einzelbaukörpern vorgesehen, der von dem westlichen Komplex durch eine Marktgasse getrennt ist.
| Standort: | B448, Obertshausen |
| Auslober: | Stadt Obertshausen |
| Beauftragte Leistungen: | Lph 1-2 |
| BGF: | 160.050 m² |
| Planungszeitraum: | Städtebaulicher Realisierungswettbewerb 09/2022-03/2023 |