Wohn- und Geschäftshaus "Westgarten"
Das Wohn- und Geschäftshaus „Westgarten“ ist in Frankfurt das erste größere Beispiel für den Typ des noblen großstädtischen Apartmenthauses, das in vielen Großstädten Europas seit den 10er Jahren des 20. Jahrhunderts in großer Zahl gebaut wurde.
Der winkelförmige Baukörper verbindet das neue Westhafenviertel im Süden mit dem Gutleutviertel. Ein Supermarkt im Erdgeschoss sichert die Nahversorgung des neuen Quartiers.
Der sechsgeschossige Bau ist vertikal nach dem klassischen Schema Sockel, Leib und Kopf, dem Staffelgeschoss, gegliedert. Er erhält durch die Verklinkerung, die Betonung der horizontalen Brüstungsgesimse, den rhythmischen Wechsel von Loggien und vorspringenden Bauteilen gleichermaßen eine große Plastizität wie eine besondere Dynamik.
Die Wohnungen liegen an vier Zwei- bzw. Dreispännern und verfügen alle über eine geräumige Loggia nach Westen oder Süden. Große Holzfenster und offene Brüstungen aus Streckmetall sorgen für lichtdurchflutete Räume. Hohe Eingangskorridore und lichte Treppenhäuser verleihen dem Haus auch in den Kollektivbereichen eine großzügige Atmosphäre. Dem gemeinsamen Gebrauch für alle Bewohner dient die Gartenanlage auf dem Dach des Supermarktes, die dem Haus seinen Namen gibt.
Projektpartner: Stefan Forster Architekten
| Standort: | Speicherstraße 44, Zanderstraße 8-12, Frankfurt am Main |
| Auftraggeber: | Grundstücksgesellschaft Westgarten-Baufeld 16 GbR |
| Beauftragte Leistungen: | Lph 1-5 |
| BGF: | 10.000 m² |
| Anzahl Wohnungen: | 70 |
| Planungs- und Bauzeit: | 02/2002-07/2005 |
| Auszeichnungen: | Fritz-Höger-Preis für Backsteinarchitektur 2008, Nominierung, Architekturpreis 2009, Ziegelzentrum Süd, 1. Preis |